Gesellschaft
Franzosen haben gegen viele Klischees anzukämpfen. In vieler Augen haben sie alle eine Baskenmütze auf dem Kopf, gedrehte Schnurrbärte und tragen ein Baguette unter dem Arm. Das alleine wäre sicher ein Armutszeugnis für die Gesellschaft Frankreichs. Franzosen haben viele Ideale und die französische Küche gehört zu den Besten der Welt.
Der Nationalstolz der Franzosen
Franzosen sind stolz auf ihr Land. Ihr Patriotismus wirkt manchmal schon etwas arrogant. Ihren Urlaub verbringen sie am liebsten in Frankreich und die französischen Autos sind in den Augen der meisten die besten der Welt. Sie bekennen sich zu ihrer Fahne und die wird bei internationalen Wettkämpfen aller Art auch ganz offen zur Schau gestellt. Es wäre für Franzosen eine Sünde, einen Wein zu trinken, der nicht aus dem eigenen Land kommt. Generell greifen sie am liebsten zu nationalen Produkten.
Der Umgang mit Ausländern ist für Franzosen oft schwierig. Das haben Touristen schon oft genug erlebt. Wer der französischen Sprache nicht mächtig ist, der wird in Frankreich kaum eine Auskunft bekommen. Gerade ältere Franzosen haben hier klare Ansichten. Selbst wenn sie Deutsch sprechen oder Deutsch verstehen, würden sie aus purem Nationalstolz in Französisch antworten. Sie sind noch immer geprägt von der schwierigen deutsch-französischen Vergangenheit.
„Allez les Bleus" in aller Munde
Geht es um die französische Fußball-Nationalelf, dann läuft der Nationalstolz zum Höhepunkt auf. Als die „Équipe Tricolore" 1998 Fußball-Weltmeister wurde, herrschte in ganz Frankreich der Ausnahmezustand. Ganz Paris war ein Tollhaus. Menschen feierten die ganze Nacht und das Hupen der Autokorsos war noch bis in den Morgen hinein zu hören. Nach dem Schlusspfiff läuteten in vielen Gemeinden stundenlang die Kirchenglocken und am nächsten Tag blieben viele Schulen und Einrichtungen in ganz Frankreich geschlossen. Das gleiche Bild bot sich bei der EM 2000, als Frankreich Europameister wurde. Der Schlachtruf „Allez les Bleus" wird Kindern schon in die Wiege gelegt.
In Frankreich muss die Qualität stimmen
Geht es um den französischen Wein, so darf man sich ruhig einem bekannten Spruch aus der Werbung bedienen, denn es ist den Franzosen völlig egal, wo der Wein getrunken wird, wichtig ist nur die Güte und die Qualität. Ähnlich verhält es sich mit den Speisen. Nimmt man ein heruntergekommenes Bistro an irgendeiner Nationalstraße in Südfrankreich. Die Möblierung ist alt und einfach. Die Tische ragen bis an den staubigen Straßenrand heran. Die Bouillabaisse wird in einfachen Schalen serviert. Das mag nicht gerade einladend wirken, aber man kann sicher sein, dass die Suppe frisch zubereitet und von höchster Qualität ist. (Carina Tietz)
Portal-Suche:
Aktuelle Umfrage:
Werbung:
Fachpublikation:
In Partnerschaft mit Gentlemens Digest

|